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Urkundlich bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, handelt es sich bei der BURG
ZWEIFFEL ursprünglich um eine Wasserburg, von denen noch etliche im Bergischen
Land erhalten geblieben sind. Der Turm der Burg stammt noch aus dieser Zeit,
während das Haupthaus im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut und umgestaltet
wurde. Der ,,Fleißigste Bach Deutschlands", die Strunde, begrenzt das Grundstück
an einer Seite. ,,Fleißig" wurde die Strunde deshalb genannt, weil sie bis
zu ihrer Mündung in den Rhein zeitweise über 50 Mühlen angetrieben hat; Voraussetzung
u.a. für die örtliche Papierindustrie. Einst war die Burg Zentrum eines ausgedehnten
Gutes. Mit dem Bau der Kürtener Straße wurde diese Einheit zerschnitten. Auf
der anderen Straßenseite sind die früheren Hofgebäude noch zu sehen; ebenfalls
die ältesten Mauerreste aus der Frühzeit der Burg, das ,,Herkenrather Tor".
Bis zum 14. Jahrhundert war die Burg Sitz derer von Strunde, dann übernahm
die Kölner Patrizierfamilie von Zweiffel das Anwesen. Noch heute ist die Burg
in Privatbesitz. Die jetzigen Eigentümer haben sie zu einem Kulturzentrum
für das Strunder Tal gemacht; mit Ausstellungen, Kleinkunstabenden, Konzerten,
Lesungen und Rittertafeleyen. Viele Besucher und Gäste haben das besondere
Ambiente dieses Hauses bei Familienfeiern und anderen gesellschaftlichen Anlässen
kennen und schätzen gelernt. |
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